Chapter

's Meikatel und der Sexack

Es war ein rechtschaffen warmer Juninachmittag, an welchem der Herr Sexack, der Pfarrvikar von Harreberg im Lothringischen, im Schweiße seines Angesichts, den bepackten alten Kraxen auf dem Rücken, aus dem Zornthal hinauf in die Berge stieg. »Uf! wie macht's warm!« seufzte er und blieb stehen, um sich ein wenig zu verschnaufen. Er zog aus der Brusttasche seines etwas fadenscheinigen schwarzen Rockes ein großes buntes Sacktuch hervor und trocknete sich die Stirn. Dann suchte er in dem steilaufragenden Wegrande einen Absatz, auf den er seinen schweren Kraxen aufstützen könnte. Als er den gefunden hatte, lehnte er sich vergnüglich gegen die steinige Wand, stieß die eiserne Spitze seines dicken Stockes gerade vor sich in die Erde und sah in das schöne Thal hinab. Jenseits die prächtige waldige Berglehne, mit Buchen, Eichen und Tannen dicht bestanden, über welche hier und dort seltsam geformte Felsen hervorragten und an welcher in kühnen Windungen ein Eisenbahnzug seine halsbrechende Straße dahinsauste; unten der Rhein-Marne-Kanal ruhig fortgleitend und hochbeladene Kähne nach Straßburg hinuntertragend; dann die breite Chaussee, sich bald über, bald auf, bald unter dem Spiegel des Kanals hinziehend; diesseits die frische grüne Fläche, wie ein weicher moosiger Teppich über den sanft abfallenden Berg gebreitet, mit den roten Sandsteinfelsen, die zahlreich zerstreut aus dem üppigen

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