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Erster Teil: Galizische Fahrt

Die Schlachten von Lodz und Limauowa hatten (um den 1. Dezember 1914) Keile vor die russische Dampfwalze geschoben. Die Front des Feindes blieb monatelang an der Pilitza, Nida, am Dunajetz, der Biala und längs dem Karpatenkamm. Durch unsre Siege war den Russen die Straße nach Berlin und Wien verlegt. Sie mühten sich nun, über die Karpaten nach Budapest zu kommen; rannten Monate hindurch an – mit nie erlebter Gewalt; rauften bis zum Weißbluten. Oesterreicher, Ungarn, Deutsche hielten stand. »Die Karpaten sind die Grabhügel des russischen Heers geworden.« Da brach anfang Mai 1915 Generalfeldmarschall v. Mackensen in Westgalizien durch; die ermatteten Linien des Zaren wurden aufgerollt; ein Siegessturm fegte die Russen zurück bis an den Bug. Damals schickte mich der Krieg, den ich begleiten und beschreiben sollte, wieder einmal weit nach Osten – und ich durchzog das Gebiet von der Biala an, die Ostschlesien von Halbasien scheidet, bis ins wolynische »Festungsdreieck.« Vierhundert Meter vor den russischen Schützengräben endete die Fahrt. Hier mein Tagebuch. Philippopel, 22. Juni 1917. 19. August 1915. Ein freudeloser Morgen bei Dzieditz. Der riesige Königspalast Galizien hat die denkbar häßlichste Einfahrt; grade der Westen, diese Wirrnis von trüben Tümpeln und schmutzigen Fabriken sieht aus, als wollte sie den Eindringling absichtlich schrecken; das Gelände ist kahl; der Reichtum,

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