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Der Hexenstab

Wer einmal jetzt im Riesengebirge reist, findet fast bei jedem bemerkenswerten Punkte auf den Bergen und in den Tälern, besonders wo gastliche Häuser den Wanderern zur Erholung und Erfrischung einladen, Verkaufsstände, welche Andenken an das Gebirge feilhalten. In großer Auswahl auf Bechern, Tassen, Karten, Bildern, Pfeifen und anderen Dingen wird besonders auch Rübezahls gedacht. Man findet da manche seiner Geschichten abgebildet und auf mancherlei Art seine äußere Erscheinung dargestellt. Mit Vorliebe kaufen die Reisenden lange Bergstöcke mit einer tüchtigen Spitze daran, die ihnen das Gehen erleichtern. Auf vielen steht der Name „Rübezahl“ und man nennt sie deshalb „Rübezahlstöcke“. Diese Bezeichnung ist aber keine willkürliche, sondern steht im Zusammenhange mit vielen Rübezahlmärchen, in welchen Wanderstäbe eine gewisse Rolle spielen. Eins der schönsten will ich euch erzählen. In den Zeiten, wo die meisten unserer Geschichten spielen, gab es noch keine Briefträger, welche Briefe und Pakete aus der Stadt auf das Land trugen. Da hielt jedes Dorf seinen Botenmann, welcher in gewissen Zeiträumen den Verkehr zwischen Dorf und Stadt vermittelte. Als solcher war auch der alte Leopold aus Schreiberhau weit und breit im Gebirge bekannt. Es wurde ihm nicht leicht, jahraus, jahrein bei Wind und Wetter unter der Last des Gepäckes die gebirgigen Pfade zu gehen, aber die Herrschaften

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