Vorbericht der ersten Ausgabe
Heinrich Plantagenet, erster König von England, aus dem Hause Anjou, – den uns die Geschichte als einen Prinzen beschreibt, der alle Vollkommenheiten des Leibes und Gemüths, die den liebenswürdigen Mann und den großen Fürsten machen, in sich vereinigte, – und seine Vermählung mit der vormaligen Gemahlin Ludwigs VII. von Frankreich, Eleanor oder Elinor, Erbin von Poitou und Guyenne, – und die Händel, die ihm der herrschsüchtige, unbändige Charakter dieser Frau zugezogen, seine Liebe zu der schönen Rosemunde und der unglückliche Ausgang, den sie durch die Eifersucht der Königin Elinor genommen: Alles dieß ist theils aus der Geschichte, theils aus einer schönen alt-englischen Ballade, wozu sie den Stoff gegeben, so bekannt, daß es Ueberfluß wäre, sich hier darüber auszubreiten. Von der letztern wird die artige, wiewohl ziemlich modernisirte Uebersetzung aus der Iris den Lesern vermuthlich noch im Andenken seyn. Auch findet sich in der Bibliothèque Univers. des Romans (Octobre 1776. Tom. I. p. 14 f.) und im 36. Stück des berlinischen literarischen Wochenblatts 1777 eine umständliche historisch-romantische Erzählung dieser durch Tradition und Poesie in die Wette verschönerten Liebesgeschichte, auf welche wir die Liebhaber allenfalls verweisen. Die alten englischen Chronikschreiber scheinen (sagt der Herausgeber der Relicks of Anc. English Poetry) dem Mönch Higden gefolgt zu seyn,