XII.
Es war zehn Uhr, als Pierre und Narcisse, nachdem sie im Café de Rome dinirt und dann dort in einem langen Geplauder der Zeit vergessen hatten, zu Fuß über den Corso gingen, um sich in den Palazzo Buongiovanni zu begeben. Sie hatten die größte Mühe, ans Thor zu gelangen. Die Wagen kamen in geschlossener Reihe an, und die Menge der Neugierigen, die trotz der Polizisten stehen blieben und den Fußweg überschwemmten, wurde so dicht, daß die Pferde nicht mehr vorwärts konnten. Aus den zehn hohen Fenstern des ersten Stockwerks in der langen, monumentalen Fassade loderte ein heller, weißer Schein, die Tageshelle der elektrischen Lampen, welche die Straße, die in der Menschenflut festgekeilten Wagen, die Schlagwelle der aufgeregten, leidenschaftlichen Leute inmitten des außerordentlichen Aufruhrs von Gesten und Schreien wie mit Sonnenlicht beleuchteten. Aber es war dies nicht nur die gewöhnliche Neugierde, Uniformen anzuschauen und Frauen in kostbaren Toiletten aussteigen zu sehen; Pierre hörte bald, daß diese Menge auf die Ankunft des Königs und der Königin warte, die ihr Erscheinen bei dem Festballe zugesagt hatten, den Fürst Buongiovanni zur Feier der Verlobung seiner Tochter Celia mit dem Lieutenant Attilio Sacco, dem Sohne eines Ministers Seiner Majestät, gab. Außerdem war diese Heirat eine Wonne für alle Welt, die glückliche Lösung einer Liebesgeschichte, die die ganze Stadt