Chapter

Kapitel 1

Während der Nacht hatte der Zug zwischen Pisa und Civita-Vecchia große Verspätung gehabt, und es ging bereits auf neun Uhr morgens, als der Abbé Pierre Froment nach einer anstrengenden, fünfundzwanzigstündigen Reise endlich in Rom anlangte. Er hatte nur einen Handkoffer bei sich. Rasch sprang er aus dem Coupé, mitten in das Gedränge der Ankommenden hinein, wies, da er gern allein sein und Umschau halten wollte, die dienstfertigen Träger ab und belud sich selbst mit seinem leichten Gepäck. Gleich darauf stieg er vor dem Bahnhof, auf dem Platz der Fünfhundert, in einen der längs des Trottoirs stehenden offenen Wagen und legte den Handkoffer neben sich, nachdem er dem Kutscher die Adresse zugerufen hatte:»Via Giulia, Palazzo Boccanera.« Es war am dritten September, an einem Montag, und der Himmel war klar, von einer bewunderungswürdigen Durchsichtigkeit und Milde. Der Kutscher, ein kleiner, rundlicher Mann mit glänzenden Augen und weißen Zähnen, lächelte, als er am Accent einen französischen Priester erkannte. Er peitschte sein mageres Pferd, und der Wagen fuhr in dem raschen Trab der reinlichen und freundlichen römischen Fiaker dahin. Aber fast gleich darauf, nachdem sie an dem Grün des kleinen Squares vorbeigefahren und auf dem Thermenplatz angelangt waren, drehte sich der Kutscher noch immer lächelnd um und deutete mit der Peitsche auf die Ruinen.»Die Thermen des Diokletian,«

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