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Erster Band - Kapitel I

Ich nenne ihn nicht mit dem Namen, den er vom Vater ererbte, sondern mit demjenigen, welchen er sich durch seine wunderliche Lebensauffassung und seine Art, das Leben zu führen und zu tragen, unter uns erwarb. Ich war versucht, unter den Titel die warnenden Worte zu setzen: »Eine unmoralische Geschichte«. Allein ganz abgesehen von dem Umstande, daß dieser anziehende Titel in letzten Zeiten schon oft mißbraucht worden ist, so könnte mir derselbe, wie bereits andern geschehen ist, Vorwürfe verschiedenster und teilweise recht unverdienter Art eintragen, darunter auch den, daß ich den Leser habe täuschen und auf verbotene Früchte lüstern machen wollen, davon in dieser Erzählung soviel wie nichts gereicht werden wird. Die Leute, die darin auftreten, sind sehr geachtete und meist auch wirklich ehrbare Personen, und es geht darin meist so anständig zu, wie nicht immer in der besten, aber doch in der sogenannten guten Gesellschaft, wenn schon die zu meldenden Begebenheiten teilweise so wunderlich und unerwartet sind, daß ich die Geschichte auch ein Märchen hätte nennen können. Ein modernes Märchen, ein Märlein aus unsrer Zeit. Allein ein Märchen hat eine Moral, die am Schluß guten Kindern auf den Heimweg mit eingepackt wird. Meine Geschichte hat keine. Auch darf man nicht Märchen nennen, was sich wirklich und vor kurzen Jahren unter uns begeben hat. Geht es doch nirgends wunderlicher

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