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Erstes Kapitel

Es war gegen das Ende der fünfziger Jahre im vorigen Jahrhundert, zur Zeit der Regierung Seiner allerchristlichsten Majestät Ludwig XV., welcher in seiner glänzenden hoffnungsvollen Jugend vom Volke den Namen des Vielgeliebten erhalten hatte, den er nun offiziell fortführte, obwohl das Volk selbst ihn weder mit den Lippen noch mit dem Herzen seinem Könige mehr gab, der sich so weit von den Wegen seiner ersten Regierungszeit entfernt hatte und in apathischer Gleichgültigkeit die Staatsgeschäfte meist gehen ließ, wie sie eben wollten und konnten. Und sie gingen im Ganzen damals noch nicht so schlecht, als zu einer spätern Epoche, welche die Revolution und den Untergang des von Ludwig XIV. so stolz und mächtig aufgerichteten Königthums vorbereitete. Damals hatte noch nicht die launenhafte Courtisane, welche man Gräfin von Dubarry nannte, die Krone Frankreichs durch den Schmutz der tiefsten Erniedrigung gezogen, so daß ihr später weder der edle, rechtliche Sinn Ludwig XVI., noch der stolze und kühne Geist der österreichischen Kaiserstochter Marie Antoinette wieder Glanz verleihen konnte, — damals lag die Regierung noch in den Händen der Marquise von Pompadour und ihres geistvollen und muthigen Freundes, des Herzogs von Choiseuil-Amboise, Grafen von Stainville, der als Minister-Staatssekretär die auswärtigen Angelegenheiten leitete und bald darauf auch das Kriegsdepartement

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