Chapter

Vorwort des Autors

Ich fing diese Erzählung vor zwei Jahren zu Rom an. Als ich mich nach Neapel begab, legte ich sie beiseite, um »Die letzten Lage von Pompeji« zu schreiben, welche den Vorteil des Aufenthaltes in der Nähe der beschriebenen Schauplätze mehr als »Rienzi« erforderten. Das Schicksal des römischen Tribunen nahm indessen fortwährend mein Interesse in Anspruch, und einige Zeit nachdem »Pompeji« herausgegeben war, machte ich mich wieder an mein früheres Unternehmen. In der Tat betrachtete ich die Vollendung dieser Bände als eine Art von Pflicht; denn da ich Gelegenheit gehabt, die Originalurkunden zu lesen, aus welchen neuere Geschichtschreiber ihre Berichte über das Leben Rienzis geschöpft haben, gewann ich die Ansicht, daß ein sehr merkwürdiger Mann oberflächlich beurteilt, und eine sehr wichtige Epoche nicht genau geprüft worden sei. Siehe den Anhang. Und diese Ansicht war stark genug, um mich zuerst zu veranlassen, meine Gedanken auf ein ernsteres Werk über das Leben und die Zeiten Rienzis zu richten. Ich habe die Benennung Rienzi statt Rienza angenommen, da die Leser im allgemeinen vertrauter damit sind. Doch ist die letztere vielleicht die richtigere, da der Name eine Volkskorruption von Lorenzo war. Verschiedene Gründe vereinigten sich gegen diesen Plan – und ich gab die Lebensbeschreibung auf, um die Dichtung anzufangen. Ich habe mich indessen mit mehr Treue, als in Romanen

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