Kapitel I. Die kentische Familie
In Kent finden sich noch Überreste echten Bauernblutes, das in steifen, biedern, unaufdringlichen Männern und in äußerst stattlichen Frauen zutage tritt. Man unterscheidet dort noch aufs genauste zwischen kentischen Frauen und Frauen aus Kent, wie einem jede Matrone aus dem Südosten auseinandersetzen wird, die das Glück genießt, jenem bevorzugten Teile der Grafschaft anzugehören, in welchem das zartere Geschlecht Mannestaten verrichtete. Gegen was für glücklose Häupter sich solche gerichtet haben mögen, darüber erfahren wir indessen nichts, und wenn die geschwätzige Überlieferung diesem Punkt gegenüber diskretes Schweigen wahrt, wie sollte die strenge Muse der Geschichte sich irgendwelchen Vermutungen darüber hingeben. Anzunehmen dürfte wohl sein, daß es sich dabei um Sachsen gehandelt hat, weil so viel Wesens daraus gemacht wird, sie gebrochen zu haben. Meine einfache Geschichte handelt von zwei kentischen Jungfräulein und zieht sich von einem Heim voller Blumen, durch Regionen, in denen Blumen nur spärlich und kümmerlich gedeihen, nach solchen, wo die Blumen, welche einen süßen Duft aushauchen, in tödlichem Feuer bewährt worden sind. Mrs. Fleming von Queen Annes Farm war die Frau eines in der Grafschaft angesessenen Bauern. Beide waren von gutem kentischen Schlag, trotz gewisser Abweichungen innerhalb der Rasse. Der Bauernhof verdankte seinen Namen einer Überlieferung, die er