Chapter

Reitergluck

Nach einer wahren Begebenheit. In der Mittagshitze eines schwulen Sommertages lag ein rustiger Kriegsmann halbtraumend unter einem schattigen Baum, mehr um seinem erwarteten Ross als sich selbst Erholung zu gonnen; dennoch fing er allmahlig an zu entschlummern, als ein Ton, wie ferner Hufschlag, an sein Ohr schlug und ihn ermunterte. Er sah sich um und erblickte einen Jungling, der seitwarts der Heerstrasse gemachlich den Schlangenwindungen der Maas folgte. Die Langsamkeit, mit der sich der Unbekannte naherte, gab dem Scharfsichtigen Musse, Nuss und Reiter mit Kenneraugen zu prufen, und beide erhielten seinen Beifall. Der Fremde kam herbei, freundlicher Gruss und Gegengruss, und eine Frage nach dem nachsten Ort fuhrten auf ein anziehendes Gesprach; bald lag auch der Jungling im Grase, kramte eine Flasche Wein aus dem Mantelsack, und machte (indem beide diese Festung mit leichter Muhe ersturmten) alle Belagerungen, Schlachten, Winterquartiere, galante und ungalante Abenteuer des Hauptmanns Sturm mit. Zuletzt fragte dieser den Fremden, wer er sey? "Ich heisse Heinrich Stein" war die Antwort "und war bisher ein Jager im Gebirg. Jetzt aber hoffe ich unter Frankreichs glorreichen Fahnen mir Ehre zu erwerben." Das war Wasser auf des Hauptmanns Muhle, und beide wurden einig, dass Heinrich nach Metz gehen solle, um in das auserlesene Reitergeschwader Sturms aufgenommen zu werden. Sie

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.