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Oberschlesien, Mai 1921

Den deutschen Studenten »Wenn es einem Volke gut geht, empfinden seine besten Teile weltbürgerlich – wenn es ihm schlecht geht, seine schlechtesten.« H. H. E. »Nach einer großen Tyrannei kann nichts andres als die Tyrannei der Kleinen oder ein wildes Geschrei befreiter Knechte folgen.« K. L. Immermann »Ich habe nur ein Vaterland, das heißt Deutschland; mein Wunsch ist, daß Deutschland groß und stark werde, um seine Selbständigkeit, Unabhängigkeit und Nationalität wieder zu erlangen und beides zu behaupten; das ist das Interesse der Nation und ganz Europas; es kann auf dem Wege alter, zerfallener und verfaulter Formen nicht erhalten werden.« Freiherr H. K. F. vom Stein Heraklit um 500 vor Christus. »Krieg ist aller Dinge Vater, aller Dinge König. Die einen macht er zu Göttern, die andern zu Menschen; die einen zu Sklaven, die andern zu Freien.« Weltkrieg 1914-1921. »Dieser Krieg machte viele zu Göttern: Joffre, Foch, Clémenceau, Lenin, Masaryk, Pilsudski. Er machte zu Menschen: die Russen; zu Freien: die Polen und Tschechen; zu Sklaven: die Deutschen.« Oberschlesien, Mai 1921. Spätnachmittag im Mai; zwei Hauenburger hockten auf dem Brunnenrand, schauten über den Dorfplatz. Hinten vor einer alten Scheune saßen und standen ein Dutzend Männer herum, reinigten Gewehre und Pistolen. Wilde Jungens, hemdärmlig; krachlederne Hosen sah man, Gamsbarthüte, breite Ranzen um die Leiber. Nur:

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