Vorrede des Verfassers
In diesem Band sind Aufsätze gesammelt, die über einige meiner im ersten Viertel des Jahrhunderts unternommenen Reisen Bericht geben. Sie bilden die Ergänzung zu meinen Büchern über größere Reisen im selben Zeitraum, die mich nach den Vereinigten Staaten, nach Kanada, Sowjetrußland, Palästina und Ostasien geführt haben. Die vorliegenden Aufsätze sind nicht chronologisch geordnet. Doch bilden sie, vom ersten bis zum letzten, eine organische Einheit. Der Auftakt ist eine programmatische Glosse zum Thema Reisen, Weltgefühl, Drang nach der Ferne. Diese Glosse erschien 1896 in der Wiener Zeitschrift »Die Zeit«. In den dreißig Jahren, die seither verflossen sind, hat sich das Gefühl vertieft, der Drang gewandelt, die Nadel des Kompasses weist nach einem veränderten, magnetischen Pol. Die gewaltigen, ewig bedeutsamen Umwälzungen der politischen, ökonomischen, sozialen und moralischen Struktur der Welt haben den Trieb zum Erkunden der Ferne machtvoll angefacht. Gegenden, Völker, Sitten, Führung und Weltanschauung sind in engere Beziehung zum Lebensinstinkt des fremden Betrachters, Kundschafters der Entwicklung geraten, weil eine mit unvergleichlichem Impetus vorwärts treibende Zeitströmung, diese unvergleichliche Zeit, die wir durchmachen, Menschen entlegenster Zonen einander näher gebracht hat, als das die im höchsten Grad vervollkommneten Verkehrsmittel der alles besiegenden Technik