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Reiseeindrücke aus Paris (1849)

1849. Paris, und wieder Paris! wird mancher Leser verdrießlich ausrufen. Und doch wird er dadurch nur beweisen, daß er noch nicht dort war, denn sonst würde er selbst einen Savoyardenknaben mit Interesse anhören. Ich bin durchaus nicht enthusiastisch für die Franzosen eingenommen, ich weiß, daß wir sie in vielem übertreffen und nur in wenigem hinter ihnen zurückstehen. Aber ich liebe ihre Hauptstadt, trotz des physischen und moralischen Schlammes, an dem sie reich ist, und trotz der Koketterie, durch den sie den großartigen Eindruck, den sie immer und überall machen könnte, so oft selbst wieder zerstört. Denn in ihr drängt sich zwar nicht die Welt, aber doch so viel von der Welt zusammen, als ein Mensch mit seinen Organen auf einmal in sich aufzunehmen vermag, und wem sie nicht gefällt, der hat nicht bloß das Unglück gehabt, in Krähwinkel geboren zu werden, sondern er verdient auch in Krähwinkel zu sterben. Ja, Paris ist eine Probe für den Besucher und nicht bloß in dem Sinn, daß er erfährt, wie ihm filtriertes Seinewasser bekommt, und wieviel Fett er nach einem Drei-Franken-Diner bei Herrn Richard im Palais Royal ansetzt. Der grobe Egoismus, der auf Geld und Amusement versessene, mag dort gedeihen, der feinere wird erstickt. Es gibt Leute, die auf die Kirchtürme eifersüchtig sind, weil diese, wenn auch nur der Uhr wegen, öfter angesehen werden, als sie. Die sollen ja nicht

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