Erstes Kapitel
Der Graf: Hier meine Karte! Der Kapitän: Und hier die meine! »Nein, Kapitän, es convenirt mir nicht, Ihnen den Platz zu räumen! – Bedaure, Herr Graf, Ihre Prätensionen werden aber die meinigen nicht verringern. – Gewiß nicht? – Gewiß nicht. – Ich mache Sie indessen darauf aufmerksam, daß der Zeit nach mir der Vorrang gebührt. – Und ich antworte Ihnen hierauf, daß die Anciennetät allein keinerlei Recht begründen kann. – Ich werde Sie zu zwingen wissen, mir den Platz zu räumen. – Das glaube ich nicht, Herr Graf. – Ich denke, so ein Hieb mit dem Degen ... – Nicht mehr, als ein Pistolenschuß ... – Hier meine Karte! – Und hier die meine!« Nach diesen Schlag auf Schlag hervorgestoßenen Worten wechselten die beiden Gegner ihre Karten. Auf der einen las man: Hector Servadac. Kapitän im Generalstabe. Auf der anderen: Graf Wassili Timascheff. An Bord der Goëlette Dobryna. »Wo und wann treffen meine Secundanten die Ihrigen? fragte Graf Timascheff, bevor sich Beide trennten. – Heute um zwei Uhr, wenn es Ihnen beliebt, im Generalstabsamte, erwiderte Hector Servadac. – In Mostagenem? – Zu dienen.« Nach diesen Worten grüßten sich Kapitän Servadac und Graf Timascheff kalt, aber höflich. Als sie schon im Fortgehen waren, machte Graf Timascheff noch eine Bemerkung. »Kapitän, sagte er, ich glaube, es ist besser, über den wahren Grund unseres Rencontres zu schweigen. – Ganz meine Meinung,