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Rebenkranz zu Waldmeisters silberner Hochzeit

Meinem werten Gastfreunde Wilhelm Hemsen zugeeignet. Als im April auch dieses Jahr, Wie oft schon, mein Geburtstag war, Ward zierlich mir von Schwesterhand Ein duftig Kränzlein zugesandt. Die Silberschleife dran gebunden Besagte, wie seit jenem Spiel, Das einst der Jugendlust gefiel, Nun fünfundzwanzig Jahr' entschwunden; Und daß, wenn in vergnügtem Leiern Waldmeisters Brautfahrt einst ich sang, Wir still nun, ohne Jubelklang, Waldmeisters Silberhochzeit feiern. Ja, was in fünfundzwanzig Jahren So durch ein Menschenleben geht – Wer's durchgekostet, der versteht! Ihr Jüngern werdet's auch erfahren. Drum nichts davon! Doch bot die Zeit Genug, was innen sich gestaltend Das Glück der Stunde mir geweiht, Und was, zum Leben sich gestaltend, Der Werkstatt trügerischen Schein Vergessend, in die bunten Reih'n Des grellen Tageslichts sich wagte. Ob ihr's gesehn, ob's euch behagte, Ob nicht gefiel – wir lassen das! Auf manchem Hügel wächst das Gras; Und wenn Erinnrung ungemessen Uns Glück und Leiden wiederbringt, Ist's Glück genug auch, wenn's gelingt Vergessenswerthes zu vergessen. Doch im Gedächtniß und Gemüt Verbleiben immer uns die Stätten, Die an die frohe Zeit sich ketten, Da uns im Innersten erblüht Was frisch gewagt, hinaus gegangen, Gleichviel, wie es die Welt empfangen. Wie oft, von Tageslast befreit, Bin ich zum alten Rhein gefahren! Und grüßt' ihn stets, wie in der Zeit Da er

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