Chapter

Erstes Kapitel

Brüllend wie ein heranbrausender Zyklon raste das große, weiße Automobil durch die nächtliche Einsamkeit. Wie ein Trichter erstreckte sich vor ihm die schnurgerade französische Landstraße, von hohen Pappeln eingesäumt, die sich unter peitschendem Regen bogen und schüttelten. Das jagende Hämmern der Maschine übertönte das Tosen des Sturms. Schwarz war die Nacht. Treibende Wolken verdeckten Mond und Sterne und der tief herabhängende Himmel schien auf den Wipfeln der vorbeifliegenden Bäume zu lasten. Am Steuer hüpfte und zitterte im Rhythmus der Bewegung eine hockende Gestalt, die Hände leicht auf dem tanzenden Rad, die bebrillten Augen auf den gelben Lichtkegel vorangerichtet. Neben dem Lenker und im Wageninnern saßen noch drei vermummte Gestalten, aber sie sprachen nicht und rührten sich nicht. So waren die vier Stunden lang durch den Sturm gefahren, schweigend und unpersönlich, wie die verlassene leblose Gegend, die sie umgab. Aber nun minderte sich die Geschwindigkeit, und das große, weiße Auto stolperte fast zaghaft über die Löcher des Fahrdamms. »Wir biegen hier ein«, sagte der Fahrer auf Englisch, aber mit italienischem Akzent. »Haben Sie die Güte, Signor Seaton, die Schutzscheibe ein wenig abzuwischen! Unter den Bäumen ist's so finster wie am Höllentor!« Aus dem Hintergrund hörte man eine tiefe Stimme: »Schon da, Monsieur Lucca?« »Jawohl, Mr. Aronstein!« »Gott sei Dank!

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