Chapter

Pulver und Gold

Wir hielten auf einem Höhenzuge, den die vortrefflich gebaute und wohlerhaltene Chaussee – um die Obstbäume rechts und links waren sogar kleine runde Resedabeete angelegt – überstieg, um sich vor uns in ein weites muldenförmiges Thal niederzusenken. Eine weite, farbenreiche, aber wie träumend und weltentrückt daliegende Landschaft! Grüne Fluren, die Dächer der Dörfer in Grün gehüllt, grüne Waldstrecken, hier und da das Gewässer eines Flusses, der sich durch den fernen Grund schlängelte; jenseits desselben Aecker und Weinberge und leise anschwellende Hügel, über die dunkelviolette Tinten ausgegossen lagen, und, in hellere Bläue gekleidet, Bergzüge dahinter, über denen der Abendhimmel rosigen Schimmer breitete. Und über dem Allen Todtenstille! Wenn ich in eine solche mir fremde, im Abendsonnenlichte daliegende Landschaft blicke, hat sie für mich stets etwas Urweltliches, noch von Menschen nicht Berührtes, Unentdecktes, was mich in allerlei Träumereien versenkt. Es ist eben die überwältigende Macht des Eindrucks der Natur, der uns die Menschen in solch weiter großer Welt, und was darin geschehen, die „Geschichte“, vergessen läßt. Zu solchen Träumereien hatte ich freilich jetzt sehr wenig Ruhe und Muße. In die still und abendlich da vor uns ausgebreitete Natur brachten wir eben Geschichte genug; in die friedliche Schlummerstimmung, in welcher das Gelände müde vor uns lag, brachten

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.