Chapter

Erstes Kapitel

In dem während der letzten zwei Stunden so ruhigen Thal herrschte ein bewegtes Leben und Treiben. Die Krieger, welche die kurze Zeit der Ruhe benutzt, sprangen empor und ergriffen ihre Waffen, die Häuptlinge erteilten kurze Befehle, und vom Eingang der Schlucht her wieherten und stampften die Pferde, die ihre neuen Hüter mit jener untrüglichen Genauigkeit der Indianer in Beziehung auf Zeit und Ort von dem Weideplatz fast zur Sekunde des Mondaufganges nach dem Lager getrieben hatten. Wonodongah hatte unbeweglich auf seinem alten Fleck gesessen, gleichsam als Wächter vor dem Zelt der schönen Spanierin. Er wußte, was folgen würde, und hatte beschlossen, sich ohne Widerstand darein zu fügen, da dieser doch vergeblich sein und nur das Handeln seiner Freunde für ihn erschweren mußte. Aus der Aufregung der Apachen und ihren Erzählungen am Nachmittag, als die Verfolger der Flüchtigen zurückkehrten, wußte er, daß die Zahl dieser Freunde sich jetzt nicht mehr auf Eisenarm allein - den Yankee hatte er ohnehin nicht gerechnet - beschränkte. Nur darüber war er zweifelhaft, ob die Apachen ihn selbst bei ihrem Unternehmen gegen die Hacienda mit sich führen oder ihn unter Bewachung in dem Lager zurücklassen würden. Dieser Zweifel sollte jedoch bald gehoben werden. Der "Graue Bär" in Begleitung von vier oder fünf bewaffneten Kriegern näherte sich der Stelle, wo er saß und stellte sich vor ihn.

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