Die Ankunft in Guayamas
An der Stelle, wo der Rio de Guayamas, aus der Ebene kommend, die Sierra del Nazareno durchbrechend, sich in den mächtigen kalifornischen Meerbusen stürzt, liegt San José Guayamas (Guaymas) in geringer Entfernung von der Hafenstadt, San Fernando de Guaymas, an der die Einbuchtung des Golfs, geschützt von dem Kap Haro, den besten Hafen des westlichen Mexikos bildet. Allerdings erlauben beide Städte, San José wie San Fernando keinen Vergleich mit den östlichen Städten Amerikas, oder gar mit europäischen, indes herrscht ein so eigentümliches Leben und Treiben daselbst, daß der Reisende, auch wenn er nicht Handel treibt, nicht ohne Interesse und Befriedigung daselbst verweilen wird. Das Ansehen der Stadt selbst ist sehr mangelhaft; an größeren Häusern finden sich nur die steinernen Faktoreien der englischen, amerikanischen und spanischen Kaufleute, oder die Villen, die sich diese in genügender Entfernung von dem Schmutz der ungepflasterten, mit der gewöhnlichen spanischen Sorglosigkeit behandelten Straßen der Stadt gebaut haben. Die mexikanischen Häuser der Bewohner sind, wie im ganzen Binnenlande, niedere, flache und unreinliche Gebäude, die sich nur wenig von den Hütten der eingeborenen Indianer an den äußersten Grenzen der Stadt unterscheiden. Nur drei oder vier öffentliche Gebäude, darunter das Zollhaus und das Haus des Gouverneurs, erheben sich über diesen Typus. So schlecht