Der-Junge-Der-Die-Klinge-Nicht-Heben-Konnte
In der Stadt Harrowford wurde der Wert eines Mannes am Gewicht gemessen, das er tragen konnte, und Teo konnte fast gar nichts tragen.
Anderswo wäre das vielleicht keine Schande gewesen, doch in Harrowford war es die einzige Schande, die zählte. Die ganze Welt war, seit die Götter den Stein auf dem Platz gesetzt hatten, um die eine sichtbare Wahrheit herum geordnet, dass Stärke Tugend sei. Wenn ein Kind herangewachsen war, legte es die Hand auf den Prüfstein, und der Stein nahm sein Maß, und eine glühende Ziffer stieg aus dem Granit empor, für die ganze Stadt sichtbar: ihr Rang, ihre Stufe, die schlichte Rechnung, wie viel Kraft in ihren Knochen wohnte. Den Starken wurde das Beste von allem gegeben. Die Starken führten, richteten, heirateten gut und wurden geliebt. Und die Schwachen — die Niederrangigen, die Nichtsheber — holten und trugen und wurden übergangen und lernten, den Blick zu senken.
Teo hatte an seinem dreizehnten Geburtstag den Stein berührt und gesehen, wie er die kleinste Zahl emporhob, die seit Menschengedenken jemand gezogen hatte. Eine *Eins.* Die Menge hatte gelacht, nicht boshaft, was irgendwie schlimmer war. Sein Vater war wortlos nach Hause gegangen. Von jenem Tag an war Teo der Junge gewesen, der die Übungsklinge nicht über das Knie heben konnte, der bei jedem Drill der Letzte war, dessen Rang sich nicht regte, gleich wie er trainierte, wie er die Hügel