Chapter

Erstes Kapitel

Es war an einem warmen Juniabend des Jahres 1847, als ein mit zwei schwerfälligen Braunen bespannter Stuhlwagen mühsam in dem tiefen Sandwege eines Tannenforstes dahinfuhr. »Wird dieser Wald denn nie ein Ende nehmen!« rief der junge Mann, der allein in dem Hintersitze des Fuhrwerks saß, und richtete sich ungeduldig in die Höhe. Der schweigsame Kutscher vor ihm klatschte statt aller Antwort mit der Peitsche. Die schwerfälligen Braunen machten einen verzweifelten Versuch, in Trab zu fallen, standen aber alsbald von einem Vorsatze ab, den ihr Temperament und der tiefe Sand so wenig begünstigten. Der junge Mann legte sich mit einem Seufzer in seine Ecke zurück und fing wieder an, auf die einförmige Musik des mühsam gleisenden Fuhrwerks zu horchen, und ließ wieder die dunklen Stämme der Tannen an sich vorübergleiten, auf die hier und da ein Streifen von dem Licht des Mondes fiel, der soeben über den Forst heraufstieg. Er begann von neuem, sich den Empfang, der seiner auf dem Schlosse harrte, und die so neue Situation, in die er treten sollte, auszumalen; aber die überdies verschwommenen Bilder einer unbekannten Zukunft wurden dunkler und dunkler; die schlummermüden Augen schlossen sich, und der erste Ton, den sein Ohr wieder vernahm, war der dumpfe Hufschlag der Pferde auf einer hölzernen Brücke, die zu einem mächtigen steinernen Torweg führte. »Endlich«, rief der junge Mann, sich

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