Polikuschka
Wie Sie zu befehlen geruhen, Herrin! Nur ist es um die Dutloffs leid. Alle ohne Ausnahme sind das prächtige Kerle; wenn man aber schon keinen Hofdiener abgibt, so kommen sie nicht darum, einen Soldaten zu stellen« – sprach der Verwalter – »auch jetzt schon weisen alle auf sie hin. Übrigens – ist das Ihr Wille!« Und er legte die rechte Hand auf die linke, und indem er beide vor seinen Bauch hielt, beugte er den Kopf auf die andere Seite, zog, fast schmatzend, seine schmalen Lippen ein, wandte die Augen weg und verstummte in der offenbaren Absicht, lange zu schweigen und ohne Widerspruch den ganzen Unsinn anzuhören, den ihm die Gnädige hierauf entgegnen mußte. Das war ein Verwalter aus den Hofleibeigenen, rasiert, in langem Rock (von einem ganz besonderen »Verwalterzuschnitt«), der an einem Herbstabend vor seiner Herrin stand, um Bericht zu erstatten. Dieser Bericht bestand nach den Begriffen der Gnädigen darin, Abrechnungen über erledigte Wirtschaftsangelegenheiten anzuhören und Verfügungen zu treffen über zukünftige. Nach den Begriffen des Verwalters Jegor Michailowitsch war die Berichterstattung eine Zeremonie, die darin bestand, die Fußspitzen nach auswärts, in gerader Haltung in der Ecke zu stehen, mit dem Gesicht zum Diwan gewendet, allerlei nicht zur Sache gehörendes Geschwätz anzuhören und die Gnädige durch verschiedentliche Mittel dahin zu bringen, daß sie endlich auf