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Aus den Papieren des schweizer Kapitäns Hans Dreibündener

Aus den Papieren des schweizer Kapitäns Hans Dreibündener Heute, da die Welt anders und, wie mich deucht, auch nicht gescheiter geworden ist, mag man wohl lachen über das, was ich von dem Sommer dieses greulichen Jahres siebzehnhundertundzweiundneunzig niederschreiben will. Dennoch war es so, daß damals die ganze Natur wollte auf die große Veränderung der Dinge und Menschen vorbereiten: es war dieses siebzehnhundertundzweiundneunzigste Jahr, noch ehe mein Herr und König seinen Fall tat, ein abscheulich dürres, und fiel kein Regen vom Maien bis zum August, daß die Erde weit auseinanderbarst und die üblen Düfte von dem Unrat, den die Stadt Paris seit Jahrhunderten in ihrem Bauch und unterirdischen Gedärm beherbergt, hervordrangen. Stand damals immer eine große Staubwolke in der Luft, daß der Himmelsball immer nur wie ein rötlich Schreckgestirn zu sehn und das Licht fahl war, wie bei einer Sonnenfinsternis. Es standen auch die Blätter der Bäume voll ekelhaften Ungeziefers, das fraß alles fort, daß nur die Rippen in der Luft standen. Weiß es auch heute noch, daß auf dem Karussellplatze, wo wir, des Königs schweitzer Garde, gemeinhin exerzierten, eines Tages, mochte wohl vier Wochen vor dem großen Mord und Brand des Tuilerieenschlosses gewesen sein, aus den Spalten der Erde gelbe Maden krochen, allenthalben aus dem Boden, daß alles überzogen war vom schleimigen Gewürm und die

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