Kapitel 1
Als Julian am nächsten Morgen erwachte, fand er es, weil die Uebrigen noch schliefen, am gerathensten, die Gelegenheit zu benützen, von Männern loszukommen, mit denen ihn der Zufall wider seinen Willen zusammengeführt hatte, und deren Gesellschaft gefährlich sein konnte. Er ging hinab, führte sein Pferd heraus, und wollte eben aufsteigen, als eine Hand seinen Mantel faßte, und die Stimme Ganlesse's rief: »Wie, Herr von Peveril, ist das Eure ausländische Lebensart? oder habt Ihr in Frankreich gelernt, auf Französisch von Euren Freunden Abschied zu nehmen?« Julian fuhr zurück, wie von Schuld betroffen, ob ihn gleich eine augenblickliche Ueberlegung versicherte, daß er sich weder vergangen hatte, noch in Gefahr war. »Ich wollte Euch nicht stören,« sagte er, »ob ich gleich schon an Eurer Stubenthüre war. Ich dachte, der Schlaf werde Euch und Eurem Gefährten lieber sein, als leeres Ceremoniell; und da meine Angelegenheiten mich früh zu reisen nöthigen, so hielt ich es für's Beste, ohne Abschied abzureisen. Ich habe ein Geschenk für meinen Wirth zurückgelassen.« »Es war unnöthig,« sagte Ganlesse; »der Schurke ist schon übermäßig bezahlt. – Aber seid Ihr nicht zu voreilig, in Eurem Plan, abzureisen? Meine Einsicht sagt mir, Junker Julian Peveril thäte besser, wenn er mit mir geradezu nach London reiste, als, zu welchem Zweck es sei, sich seitwärts wendete. Ihr könnt schon sehen, daß