Chapter

Kapitel 1

Ein ungeheures Treibhaus, glutet der afrikanische Urwald, der Poto Poto, er erstickt den Körper und tötet das Hirn. Das Grammophon brach mit einem schrillen Mißton ab, der Arm Hérussiers fuhr in verzweifelter Gegenwehr empor, aber er fand das Ziel nicht mehr, wie zerschmettert sank er kraftlos herab, die Faust fiel auf die Grammophonplatte, die eben noch »Ramona« sang, – die Faust zerschlug das Wort Ramona in zwei gezackte Teile, der Körper wankte torkelnd nach, die Hand, die in einer Reflexbewegung nach Halt griff, riß den klingenden Grammophonschrank mit zu Boden. Oliver Mason, den sie in Europa und drüben in den Staaten in Verbrecherkreisen den ›King‹ nannten, wischte sich zitternd über die Augen, sie brannten in dem zu dunklem Leder gegerbten Gesicht, sie flackerten wie verlöschende Fackeln. Jeannettes heiseres Flüstern riß ihn aus seiner Apathie, er wandte das Gesicht ihr zu und bewegte lautlos die Lippen – er beugte sich wie unter einem furchtbaren starken Zwang vor und fühlte und lauschte – vielleicht lebte Hérussier noch! Das Hirn dachte zu spät, der Urwald hatte gesiegt! Hérussiers, der Konzessionär des Holzhofes, war tot – – – Oliver Mason, sein Angestellter, hatte ihn erstochen. »Ol«, flüsterte die Frau wieder, »Ol, – hast du – hast du ihn?« Sie ließ die Gardine los, die sie zwischen den Fingern knüllte, und schlich heran. Ihre schönen, großen Augen, die Augen der

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