Erstes Buch
Peder stand im Sommer mit der Sonne auf und legte sich zu Bett, wenn sie zur Rüste ging. Dann wunderte er sich wohl, warum sie am Abend wie am Morgen so rot im Gesicht war. Das erstere kam gewiß daher, daß sie den ganzen Tag über so mächtig hatte scheinen müssen und jetzt müde und rundherum satt war, gerad wie er selber. – – Schön war's zur Zeit der Morgenröte und schön bei Sonnenuntergang. Hatte dann der Herrgott daran gedacht, die Gutwetterwolken für morgen hinauszuhängen, dann war es geradezu trollenschön; denn dann freute sich die Sonne und lag auf ihnen und lächelte wie im Einschlafen. Tagsüber wohnte Peder in drei verschiedenen Stuben, ging aus der einen in die andere, ohne es selbst zu merken. Aber nur in der einen fühlte er sich ganz daheim und wagte es, sich recht zu tummeln. Hier tat er, wie er wollte. Und war mit so mancherlei Wichtigem beschäftigt. Hier träumte er – hier baute er an der Zukunft, dachte sich aus, wie er einst schalten und walten wollte, wenn er erst groß war – verstaute es hier. Es schaffte viel Kurzweil, es hervorzuholen und zu begucken. Aber das Artigste war doch, sich Neues auszudenken und dazuzutun. In dieser Stube verkehrte er mit allem auf englisch. Die zweite Stube bewohnte er gemeinsam mit den Geschwistern und der Mutter. Hier war er nicht ganz so fröhlich. Eine Alltagsstube zumeist. Je mehr er heranwuchs, desto stärker juckte es ihn, alles