Chapter

1. Kapitel

An einem glühend heißen Sommertag ritten drei Männer in flottem Trab auf einer breiten Fährte dahin, die sich wie ein dunkler Strich durch das üppige Gras einer der endlosen Prärien südlich des Kimarron-Flusses hinzog. Zwei der Reiter waren Weiße, der dritte ein schlanker Indianer mit edlen Zügen und langem blauschwarzem Haar, das Adlerfedern und bunte Glasperlen als besonderen Schmuck zeigte. Die breite Fährte, die sie dann bemerkt hatten, war noch recht frisch. Chokariga, der Oberhäuptling der Komanchen hatte nach kurzer Prüfung der Spuren erklärt: „Hier sind vor zwei Stunden zwölf Blaßgesichter vorübergekommen. Ihre Pferde waren beschlagen. Es sind keine Westmänner. Nur Greenhorns reiten in einer so gefährlichen Gegend, wie es hier diese Prärien sind, nebeneinander und verursachen eine Fährte, die jedem auffallen muß.“ Worauf der eine der Weißen, ein stattlicher blondbärtiger Trapper hinzugefügt hatte: „Mein Bruder Chokariga mag diese Hufeindrücke dort noch beachten. Die zwölf haben noch zwei unbeschlagene Indianermustangs bei sich. Aus der Lage dieser Eindrücke sieht man, daß die Mustangs nicht geritten, sondern am Zügel geführt wurden, obwohl nach der Tiefe der Spuren Reiter auf den Mustangs saßen. Die zwölf dürften also zwei Gefangene mit sich führen.“ „Donnerwetter, Felsenherz! Das ist ja gerade, als ob ihr das aus einem Buch vorlest!“ rief da der dritte Reiter, ein

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