Baustellen zu verkaufen.
Henri Tourneur, der gelegentlich der großen Ausstellung mit der ersten Medaille ausgezeichnet wurde, ist kein genialer Maler, aber alles, was er malt, ist vortrefflich. Er zeichnet beinahe so gut, wie Ingres, und seine Farbe ist fast so saftig, wie die Diazsche. Seine Bilder sind seit vier oder fünf Jahren in der Mode und brauchen deren Laune nicht zu fürchten. Er verkauft sie zu englischen, das heißt zu unerhörten Preisen: »Die Hofdamen, das Atelier Jean Goujon besuchend« ist von einem Pariser Museum für achtzehntausend Franken angekauft worden. Ein Bankier aus Rouen hat sechstausend Franken für den »Kuß Alain Chartiers« – in klein Quart, schlecht gemessen – bezahlt, und die »Vertraulichen Mitteilungen zwischen Fräulein Doze und Fräulein Mars« wurden für elftausend Franken von einem reichen belgischen Kunstfreund erworben. Er hat auf mindestens zwei Jahre hinaus Bestellungen, und es liegt durchaus kein Grund dazu vor, daß Henri Tourneur nicht jährlich seine vierzigtausend Franken verdienen sollte. Seine ersten Erfolge errang er auf der Ausstellung von 1850. Bis dahin hat er im Verborgenen sein Leben gefristet. Sein Vater, ein Weinagent, der sich mit einer Rente von zehntausend Franken von den Geschäften zurückgezogen, hatte ihn in der Wahl seines Berufes weder behindert noch gefördert, ihn vielmehr ohne die geringste Unterstützung mit den ermutigenden Worten sich selbst