Chapter

I. Kapitel

Der Funkentelegrafist der Michigansternwarte riß wie ein Rasender an der Kurbel des Telefonapparates. »Rattes and thunder!« fluchte er vor sich hin – »ist in dieser gottverlassenen Bude denn heute alles betrunken?« Ein helles Lachen antwortete ihm von der Türe. »Das wollen wir doch nicht hoffen, mein Lieber.« Der Mann bekam einen roten Kopf und knickste verlegen. »Verzeihung, Miß Earthcliffe, ich wußte nicht, daß Sie – –« »Bin auch eben erst gekommen. Was gibt's denn so Schlimmes?« Sie mußte fast schreien, so summten die Drähte. Der andere riß einen Zettel vom Block ab. »Eine wichtige Nachricht. Vor dreizehn Minuten. Wahrscheinlich sehr eilig. Sternwarte Valparaiso.« Das Lärmen der zahllosen, surrenden Drähte zerriß seine Worte. »Ich läutete gleich überall an. Zuerst Herrn Direktor. Dann Observatorium. Niemand antwortet. Wie verhext heute, alles. Ich besetzt. Kann nicht fort. Hochbetrieb in den Netzen ...« Der Lärm in dem niedrigen Turm wurde stärker und härter. Mehrere Lichtklappen fielen tickend nach unten. Der Telegrafist rang die Hände. Das Fräulein schob lächelnd den weißschlanken Arm vor. »Dann geben Sie mir's, John! Ich will's meinem Vater – –« Sssst – wwww – sssss – rrrrr! kam es oben. Sie griff nach dem Zettel und schloß schnell die Türe. Mit leichten, federnden Schritten ging sie durch den Garten zum Wohnhaus hinüber. Sie nahm wie ein Turner die Treppe im Sprunge. Vor

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