Chapter

Pan Svarszinski

Die Schlacht bei Tannenberg war geschlagen. Die Trümmer der russischen Armee fluteten in wilder Auflösung über die ostpreußische Grenze zurück, weit nach Russisch-Polen hinein, bis ihnen die bei Grodno und Meretsch stehenden Reserven genügend Rückhalt boten, um sich wieder sammeln und die völlig durcheinandergeworfenen Verbände neu ordnen zu können, falls eben von letzteren überhaupt noch etwas übrig war nach den ungeheuren Verlusten, die Hindenburg den Feinden zugefügt hatte. Deutscherseits war die Verfolgung des Gegners mit einer Energie betrieben worden, die rücksichtslos zur Ausnutzung des Sieges den letzten Atemzug von Mann und Roß forderte. Aber Infanteristenbeine versagen auch einmal, zumal wenn sie, wie dies vor der Schlacht bei Tannenberg der Fall gewesen war, bereits tagelang Gewaltmärsche und ‚zur Abwechslung’ blutige Gefechte hinter sich hatten. Bis zur Grenze jagten besonders eifrige Bataillone den Feind vor sich her. Dann aber übernahm die Kavallerie allein die weitere Verfolgung. Und wie tat sie das! Niemals wird die wahre Zahl an Toten, die Tannenberg die Russen kostete, bekannt werden. Wo eine feindliche Abteilung, von der Hauptmasse des flüchtenden Heeres abgesprengt, auch nur den geringsten Widerstand wagte, wurde sie von den ergrimmten Reitern, die ebenso gut zu Fuß wie zu Pferd zu fechten verstehen, völlig aufgerieben. Und daher bilden die Sümpfe und Wälder

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