Kapitel 1
Die schöne spröde Amazonenkönigin sank endlich von der Liebe und den Bitten des treuesten Ritters Amadis besiegt, an seine zärtliche Brust, Jean-Botage that einige Freudensätze, machte einen schlechten Witz über ihre glückliche Vereinigung, und der Vorhang fiel unter dem Beifalljauchzen des Publikums. Die Amazone stieß den Ritter, der noch nicht Lust bezeigte, sich aus ihren Armen zu winden, verächtlich von sich und eilte einer ältlichen Dame entgegen, die aus den Coulissen auf sie zukam. »Das schickt er Dir!« flüsterte diese mit ihrem durchtrieben schlauen Gesicht, und reichte der jungen schönen Actrice mehre kostbare italienische Erfrischungen, wie sie seit Maria von Medicis am französischen Hofe Mode geworden waren. »Du hast heute vortrefflich gespielt, mein Kind; führe Deine jetzige Rolle eben so gut aus; er wird gleich hier sein.« Die Sprecherin entfernte sich und trat wieder zum Director der Bühne, für dessen Frau sie schon zu Richelieus besten Zeiten gegolten, obgleich sie es der Form nach noch nicht war. Madame Debarques zog eine kleine Pension, die sie der Gnade und Anerkennung des Cardinal-Herzogs verdankte, der sie einst für eine Künstlerin gehalten und ihr vorübergehend seine Gunst geschenkt hatte; und diese Pension war das Eheband, welches Herrn Debarques an seine Gattin gefesselt – während etwas Aehnliches sie an ihm festhielt – obgleich in der Folge noch andre