Chapter

Vorwort

Nirgends wohl zeigt sich die sorglose Tollkühnheit und der wilde zügellose Leichtsinn der Matrosen stärker und auffallender, als gerade in der Südsee oder im stillen Ocean. Größtenteils sind die Fahrzeuge, welche diese Gewässer durchziehen, mit dem Pottfisch- oder Wallfischfang beschäftigt, und das ist schon an sich ein Geschäft, was die abenteuerlichsten, heißköpfigsten Matrosen aller Nationen hier zusammenzieht und ihnen in gar mancher Hinsicht fast völlige Freiheit gewährt, ihren Launen zu fröhnen. Solche Reisen sind auch meistenteils ungemein lang und gefährlich, denn die einzigen erreichbaren Häfen liegen an den barbarischen oder doch nur halbcivilisirten Inseln Polynesiens, oder die gesetzlose westliche Küste von Süd-Amerika entlang; deshalb fallen auch nicht selten, und keineswegs mit dem Wallfischfang in Verbindung stehende Scenen auf solchen Fahrzeugen des stillen Oceans vor. Ohne hier einen genauen Bericht über Wallfischfang geben zu wollen, denn der Plan des Werkes schloß das ganz aus, habe ich mich nur bemüht dem Leser, während ich zugleich meine eigenen Schicksale und Abenteuer schilderte, einen kleinen Begriff von dem Leben und Treiben zu geben gesucht, das an Bord mancher Wallfischfänger herrscht. Dabei habe ich mich auch zugleich bemüht den gegenwärtigen Zustand der bekehrten und halbbekehrten Polynesier zu beschreiben, und wie der Verkehr mit Fremden und die

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