Old Cracks Geheimnis - 1. Kapitel
Der einzige Gedanke, der meine Freude an dem Winterbilde beeinträchtigte, war der, daß in dieser Eis- und Schneewüste, in diesen ungeheuren Wäldern, Gebirgen und Schluchten ungezählte Menschen der Gier nach Gold zum Opfer gefallen sind. Im übrigen fand ich es neben der schlanken hellbraunen Tuanatu äußerst behaglich in dem engen Renntierschlitten, und was diese wilde Rose von Halbindianerin mir in ihrem unglaublichen Kauderwelsch an indianische Sagen und Märchen während dieser Spazierfahrt erzählte, hätte ein wundervolles Buch abgegeben. Wir waren mittags von der Tanana-Farm aufgebrochen, wo Harst und ich nun als Gäste Ellen Barkams, der Pflegetochter des echten Old Crack, weilten, nachdem der unechte Crack alias Karsten uns so keck entwischt war. Ich hatte mit Tuanatu gerade diese Mittagszeit gewählt, weil es bis gegen drei wenigstens leidlich hell war. Freilich, die Sonne mußte man sich zu diesem Winterbilde hinzudenken. Im nördlichen Alaska scheint sie im Winter nur sehr spärlich, und der kurze Bogen, den sie, falls kein Gewölk vorhanden, über dem Horizont beschreibt, ist zu gering, um den Sonnenball als Wärmespenderin begrüßen zu können. Tuanatu und ihr Großvater Muschuk waren Tlinkit-Indianer. Das Mädchen hatte jedoch einen weißen Vater gehabt, dessen Gebeine dort im Osten irgendwo in den einstigen Goldminen von Klondyke bleichten. Sie hatte ihn nie gekannt, und nur