Vorrede
Ein nordischer Roman aus dem elften Jahrhundert Leipzig Druck und Verlag von Breitkopf und Härtel 1901 Zehnte Auflage. Motto: Wen'ge, ich weiß es, Wird er trösten, – Odhin's heldentapfrer Trost. Meinem lieben Vater Friedrich Dahn und meiner lieben Frau Therese. Begonnen: 1875. – Vollendet 1880. Schwer würde mich strafen, mit Bet-Zwang und Buß-Zwang Isleifr der Bischof, schärfer noch Gizurr, sein scharfer Sohn und scharfer Schürer, wüßten sie, was ich hier aufzeichne nächtlicher Weile. – Zauberlieder, Höllensprüche, würden sie schelten die alten Runen, die stolzen Lied-Stäbe der Väter, die ich hier rette vor der Söhne Vergessen. Heidenschaftspflege, Unholdendienst würden sie's nennen, daß ich meines alten Vaters, des hohen Mannes, Sagen-Weisheit verzeichne, so viel ich ihrer noch weiß und gedenke. Und doch will ich gern glauben nach des Bischofs Gebot an den Himmels-König, den Alt-Weisen, der geschaffen Land und Meer. Und im Meere die Eilande. Auch dieses Eisund Feuer-Eiland. Und will glauben an den Herren Christus, seinen Edel-Erben, der Helden Herrlichsten, der in den Tod ging für seine Gefolgschaft: – hätten doch die Jünger, die allzu sanften, Schwerter geschwungen, so kühn wie meine Gesippen: niemals hätten, so mein' ich, die Männer von Juda noch auch von Rumaburg die stärkeren Recken gebunden den Edling. Will auch glauben – obzwar unleicht – an den Geist, den heiligen, der