Chapter

Beauregard

Montreux sollte es durchaus sein; Montreux war mir für den Winter empfohlen worden. So hatte ich mich von Genf aus, das ich ungern verließ, pflichtschuldigst an einen Arzt in Montreux gewendet, an den ich von Deutschland aus Empfehlungen besaß, und ihm gesagt, was ich suchte. Mit liebenswürdigster Bereitwilligkeit erklärte derselbe, für mich nach dem Gewünschten ausschauen zu wollen; und nach einiger Zeit erhielt ich mehrere Adressen, unter denen als die für meine Zwecke am meisten zu empfehlende eine Pension in einer Familie angegeben war. Trotz des Preises, der innerhalb meiner Verhältnisse lag, trotz alles Lobes, das er dieser Familie spendete, entschloß ich mich nur schwer, hinzuschreiben. – Wer allein reist und keine Aussicht hat, Bekannte am Ort zu finden, thut besser, ein Hotel, oder doch eine größere Pension aufzusuchen. Man hat dort wenigstens Gelegenheit, Bekanntschaften zu machen; und vor Allem, man kann sich seine Gesellschaft nach Geschmack auswählen. In einer Familie, sagte ich mir, bist Du zu sehr von der Außenwelt abgeschlossen; Du bist an die Mitglieder gebunden, ob Du sie magst oder nicht. – In Folge dieser immer wiederkehrenden Ueberlegungen ließ ich den Brief, den ich von den Leuten erhalten hatte, unbeantwortet. Aber auch die übrigen Pensionen sagten mir nicht sonderlich zu. Ich wählte eine davon als vorläufige Unterkunft, um mich an Ort und Stelle selber

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