Die Geburt
Auf Seeland kam er zur Welt. Sein erster Eindruck war ein Vogelbeerbaum voll roter Beeren, die wie eine wunderbare Offenbarung über seinem Kopfe schwebten und den Blick noch höher hinauf zogen, zu einer Welt von luftigen, grünen Baumwipfeln, bis zum blauen Himmel hinauf, wo große weiße Dinge aus der seligen Tiefe zogen. So sahen seine Augen zum erstenmal den Tag. Von irgendwoher aus dem Blau kamen Licht und Wärme, er wandte sein Gesicht dorthin und begegnete einem mächtigen, weißen Feuer, das wie ein geschmolzener Ring funkelte; geblendet schloß er die Augen, und da war es, als ob die Dunkelheit unter seinen Lidern von seltsamen Farben lebte. Als er die Augen wieder öffnete, spukten die fahlen Flecke, Geister der Sonne, oben in den Bäumen, am Himmel und auf allem, was er sah. Die Mutter hatte den Kleinen unter einem Baum am Waldsaum auf den Rücken gelegt, und sie sah, daß er anfing, wahrzunehmen; er war so versonnen, in seinen zarten Zügen drückte sich ein Wunder aus. Er zog seine Glieder an sich und blickte furchtsam, als ein Vogel aus einem Busch flatterte und einen Augenblick in der Luft mit den Flügeln schlug, bevor er wieder ins Laubwerk schlüpfte; nicht weniger entzückte ihn ein kleiner grüner Wurm, der sich an einem unsichtbaren Gespinst hißte und in der Brise über seinem Kopf krümmte. Die Mutter lachte über ihn vor Freude und Weh, wie Mütter lachen – der kleine Gast