Kapitel 1
Das geht leider nicht«, sagte Kapitän Grady ruhig, mit freundlicher Bestimmtheit, wie ein Mensch, der es gewöhnt ist, daß die Passagiere mit den sonderbarsten Anliegen zu ihm kommen. »Ich habe auf dieser Fahrt sechsundzwanzig Passagiere. Die meisten von ihnen wünschen ein wenig Ablenkung, etwas Musik ...« »Aber das ist doch nicht mehr zum Anhören!« rief der ältere wohlbeleibte Mann, der in seinem hellen karierten Anzug und mit den blitzenden Steinen an den Fingern einen sehr zahlungsfähigen Eindruck machte. »Die Dame, die in meiner Begleitung reist, leidet an Kopfschmerzen ... Die ewige Radiomusik macht sie einfach verrückt ... Und mich auch ... Im Rauchzimmer steht doch ein Klavier ... Lassen Sie jemand Klavier spielen, wenn Ihre sechsundzwanzig Fahrgäste unbedingt Musik haben müssen ...« Der Kapitän stand mit dem Rücken gegen die Reling gelehnt und stopfte seine Pfeife. Es war nur die Andeutung eines Lächelns auf seinen Lippen, und der kleine graue Schnurrbart verbarg auch dieses kaum merkbare Verziehen der Lippen. »Es muß ein merkwürdiger Kopfschmerz sein, an dem die Dame leidet, die in Ihrer Begleitung reist, Mr. Prochorow«, meinte er ruhig. »Klavierspielen verträgt sie, Radioübertragung nicht ...« Er hatte sich halb umgewandt und sah über das Wasser zu den in der Ferne entschwindenden Türmen der Stadt Alexandria. Plötzlich wandte er sich dem Mann im karierten Anzug zu: