Die große Nachricht
Der 31. Juli 1870 war für mich ein großer Tag. Er sollte mir die größte Überraschung bringen, die ich je erlebt habe. Es war in der friedlichen, reizend gelegenen kleinen Stadt Akureyri am Eyjafjördur in Nord-Island. Das Wetter war bezaubernd schön. Die ganze kleine Stadt war wie gebadet in leuchtendem Sonnenschein. Draußen auf der Reede, der Stadt gerade gegenüber, lag eine Menge fremder Schiffe vor Anker, namentlich dänische, norwegische, englische und französische. Das Meer, das sich bis an die Häuserreihen hindehnte, war so seltsam ruhig und still und sah aus wie eine leuchtende Mischung von geschmolzenem Gold und Silber. Es schien eifrig beschäftigt, so viel wie immer möglich von all der Schönheit der Natur ringsum in sich hineinzusaugen. Die ganze Jugend des Städtchens hatte sich schon lang ins Freie hinauslocken lassen. Denn Sonne, Wärme und Licht flossen da draußen zusammen zu einem unbeschreiblichen goldenen Schimmer, der alles umgab und durchdrang, Land und Meer und Himmel, und auch der Menschen Seele und Herz. Ich spielte mitten in all dieser Herrlichkeit unten am Strande eifrig mit meinen gewöhnlichen Gespielen unmittelbar vor unserem Heim, dem sogenannten »Paulshaus«, einem schwarz-weißen Holzbau, der sich neben dem freundlichen, niedlichen Kirchlein des Städtchens erhob. Plötzlich gewahre ich meine Schwester Bogga, die eilends auf uns zukommt. Sie tritt nahe an