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Erstes Buch, Erstes Kapitel

Die Tür hatte geknarrt; Warburg wandte sich in seinem Sessel. Was gibt's? Ich bin's, Herr Senator, erwiderte Christiansen, nun in die völlig geöffnete Tür tretend. Was gibt's? wiederholte Warburg ungeduldig. Nichts Besonderes, Herr Senator. Ich hatte Fräulein Minna gesagt, daß der Herr Senator auf die Post gegangen wären, und da schickt sie mich nun, zu fragen, ob nicht doch vielleicht – Nein! Es war sehr heftig und trotzdem mit einem unsicheren und gepreßten Tone herausgekommen, der dem alten Diener auffiel, ebenso wie der Umstand, daß der Herr Senator noch im Hut und Ausgehrock an dem Pulte saß, als hätte er es sehr eilig gehabt, an die Lesung seiner Korrespondenz zu gelangen. Nur daß keine Korrespondenz eingelaufen war – heute so wenig wie gestern und wie seit so manchem, manchem Tage! Es lag ja kein Schnippelchen Papier auf dem Pulte, auf welchem um diese Abendstunde sonst Berge von Briefen sich aufgetürmt hatten! Da mußte denn wohl das arme Fräulein Minna sich trösten, daß auch sie wieder einmal leer ausgegangen war! Nichts für ungut, Herr Senator! murmelte Christiansen, die schickliche Reverenz machend, trotzdem ihm der Herr bereits wieder den Rücken zukehrte. Dann schloß er die Tür. Warburg blieb an dem Pulte sitzen, bis der schwere Schritt des Alten auf dem Korridor nach dem Zimmer der Töchter im Hinterhause verhallt war. Nun erhob er sich, ging eilig nach der Tür,

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