Einleitung
Margaret Ramsey Margaret Ramsey Ist unser Preiß bloß für den Junkertroß? Auf, Muse, singe mir den Mann von Roß. Pope. Nachdem es mir im Herzen von Mid-Lothian einigermaßen gelungen war, Interesse für eine Person zu erregen, welcher die einer Heldin zukommenden Eigenschaften abgehen, fühlte ich mich zunächst versucht, einen Helden zu wählen, der zum Voraus eben so wenig versprach. Da ein tüchtiger Charakter, Herzensgüte und redliche Gesinnung notwendige Erfordernisse waren bei einem Menschen, der auf hohe Geburt, romantisches Gefühl oder sonstige Vorzüge der in Darstellungen dieser Art vorkommenden Personen keinen Anspruch machte, so benutzte ich den Namen eines Mannes, der manche Denkmäler seines Wohlwollens und seiner Menschenliebe hinterlassen, – die glänzendsten, welche Schottlands Hauptstadt aufzuweisen hat. Der schottische Leser wird leicht errathen, daß hier Georg Heriot gemeint ist. Für diejenigen, welche südlich vom Tweed wohnen, muß bemerkt werden, daß der genannte Mann ein reicher Bürger von Edinburgh, des Königs Goldschmied, war, der Jakob dem Ersten nach der englischen Hauptstadt folgte und sein Geschäft mit solchem Glück betrieb, daß er 1622 als einer der Wohlhabendsten seiner Zeit starb. Er hatte keine Kinder. Nachdem er diejenigen seiner Verwandten, welche etwa Anspruch auf seine Erbschaft machen konnten, reichlich bedacht hatte, vermachte er sein übriges