Inhalt
Herrn Paul Pfizer aus innigster Verehrung Der Verfasser Uebend angeborne Rechte An den Lenz im Sonnenglanze, Müde siegloser Gefechte, Legt die Muse ab die Lanze; Will nicht unter Machtgeboten Kämpfen in gedrillten Schaaren, Nicht von Söldnern der Despoten, Nicht von Freiheitsjanitscharen. Mögt dem Einzlen nicht versagen, Was das Ganze soll erlangen! Wollt ihr frei das hohe Jagen, Gebt auch frei das Grillenfangen. Nichts verliert an Macht und Glanze Albion, das stolze, große, Weil es frei die krause Pflanze Bunter Narrheit pflegt im Schooße. – Blumen trägt auf allen Wegen Rings die Welt, die blüthenvolle; Wer nur will, sei nicht verlegen, Wo er Kränze winden solle. Ausgestreut an allen Pfaden Ist der Wahrheit Saatensegen; Wer nur sucht von Gottes Gnaden, Findet sie an seinen Wegen. Wo im Frein der Blumenarten Ungepflückt so viel noch bleiben, Ist's ein danklos Mühn, im Garten Neu die alten Pflanzen treiben. Und der»großen That in Worten« Könnten wir beinah entrathen; Was uns noth thut aller Orten, Ist ein großes Wort in Thaten! – – Doch was soll ich Dir es sagen, Deutscher Mann, auf dessen Munde Schweigen ruht an rechten Tagen, Rede blüht zur rechten Stunde; Sprechend, wie der Ton der Flöte Oder wie Posaunenschrecken, Wenn er eine Morgenröthe Grüßen durfte oder wecken; Schweigend unter heilgen Siegeln Sonst ein Alpensee, voll Tiefen, Drin der Erde Höhn sich spiegeln, Drin des