Erster Theil
„Heh Messieurs! Ne voulez vous bas endrer? Nous avons des pelles champres et tes pons vins, les excellentes truites, et vous drouverez une charamante société.“ Diese Worte waren von einer kugelrunden Mamsell, mit einem wahren Vollmondsgesichte, und der Haltung eines Gensdarmen, in Syrenen-Tönen, so süß, als sie nur ihre etwas dicke Kehle von sich zu geben vermochte, drei Lustfahrenden zugerufen, die in einem Boote den Zürcher See oberhalb Pfäffikon heraufkamen, und sich auf Sprechweite dem Ufer, an dem das Bad- und Gasthaus von N—n sieht, genähert hatten. Von diesen Dreien schien eigentlich nur der auf dem mittlern Brette Sitzende der Luftfahrende zu sein; wenigstens verrieth der nachlässig übergeworfene, sehr elegante, mit Schnüren und Sammet behängte und verzierte Mantel, und der lässig in der Hand gehaltene Guide of Switzerland den fashionablen Touristen. Er schaute bei den Worten der Mamsell auf, und, das Buch auf das Sitzbrett legend, zog er ein Lorgnon, das an einer goldenen Kette von seiner Brust in die Westentasche hineinhing, nachlässig aus dieser, und es gemächlich vor das Auge bringend, fixirte er die Schöne einen Augenblick, und ließ es dann gleichgültig wieder in die Westentasche fallen. „Une charamante société, Monsieur“! verbesserte sich die Mamsell, die mit dem Argusauge einer Schweizer Publikanerin die relatwen Verhältnisse der Drei herausgefunden hatte. „Une