Chapter

Die indische Universität.

In der Cleveland-Street zu London steht ein Haus, gegen die englische Gewohnheit ziemlich geräumig und etwas von der Straßenfront zurückgebaut, so daß hierdurch eine kurze Auffahrt gewonnen worden, die nach der Straße zu ein eisernes Gitter abschließt. Der Einund Ausgang dieses Gitters stand an dem Vormittag, an dem unsere Erzählung beginnt – am 20. Juni 1851 – geöffnet und ebenso die Haustür, an deren Pfosten ein Diener von trägem, anmaßendem Aussehen lehnte, nur hin und wieder ein Wort mit einem jungen Mann von schlauem, aber bleichem Antlitz redend, das alle Spuren dürftig nährender und angestrengter Arbeit an den Aktentischen trug. Der junge Mensch, etwa 19 Jahre alt und in einer abgeschabten, aber reinlichen Kleidung steckend, hatte einen Sack mit Papieren in der Hand, der ihn für jeden mit englischen Sitten Bekannten als einen Advokatenschreiber bezeichnet hätte. Der Bediente blickte eifrig die Straße hinauf, als erwarte er die Ankunft einer oder der anderen Person, und ließ zuweilen ein Goddam! zwischen den Zähnen hören. »Ist es wahr,« bemerkte der Schreiber schüchtern, »daß der Nabob, Ihr Herr, so gefährlich erkrankt ist, daß man keine Hoffnung für seine Genesung mehr hegt?« »Es muß jeder einmal sterben,« erwiderte sein Gesellschafter gleichgültig, indem er fortfuhr, die Straße hinaufzustarren. »Man sagt, er sei ein Mann noch in seinen besten Jahren,« fuhr der andere

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