Chapter

Vorwort und Erste Nacht: Leben, Tod, Unsterblichkeit

Im Versmaas der Urschrift übersetztvon Ch. E. Gr. v. Bentzel Sternau. Frankfurt a. M. 1825. Verlegt bei H. L. Brönner. An Young. (1752.) Stirb, prophetischer Greis, stirb! – denn dein Palmenzweig Sproßte lang schon empor; daß sie dir rinne, steht Schon die freudige Thräne In dem Auge der Himmlischen. Du verweilst noch? und hast hoch an die Wolken hin Schon dein Denkmal gebaut! Denn die geheiligten, Ernsten, festlichen Nächte Wacht der Freigeist mit dir, und fühlts, Daß dein tiefer Gesang drohend des Weltgerichts Prophezeiung ihm singt! Fühlts, was die Weisheit will, Wenn sie von der Posaune Spricht, der Todtenerweckerin! Stirb! du hast mich gelehrt, daß mir der Name Tod Wie der Jubel ertönt, den ein Gerechter singt: Aber bleibe mein Lehrer, Stirb, und werde mein Genius! Klopstock. Eduard Young's Biographie ist noch zu schreiben. Würde sie aber auch nie geschrieben, sie läge dennoch in dem natürlichsten Denkmale des Genius – in seinen Werken. Das vorzüglichste derselben ist nach dem Gefühle der Meisten unter den Wenigen, die es mit Liebe würdigten, jenes philosophische Epos, das unter den abwechselnden Namen der Nächte, Klagen und Nachtgedanken die Theilnahme höher gestimmter Menschen von jeher innig ansprach. Indem es den Geist zu der ihm vorgezeichneten Sonnenbahn erhebt, legt es sich VI tröstend an das Herz, mit Adlerblicken Nachtigalltöne vermählend. Young ist der Homer

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.