Chapter One
Das letzte Wort war geschrieben, und die Welt begann zu verblassen. Elara bemerkte es zuerst an den Raendern — die Baeume am Horizont verloren ihre Farbe, als wuerde jemand mit einem Radiergummi ueber ein Aquarell fahren. Dann verschwanden die Voegel. Nicht dass sie wegflogen; sie loesten sich einfach auf, mitten im Flug, und hinterliessen nichts als leere Stellen im Himmel, die aussahen wie Loecher in einem Stueck Stoff.
"Es passiert wieder," sagte Corvin, der neben ihr stand und sein Schwert hielt, obwohl es nichts mehr gab, wogegen er es haette schwingen koennen. Der letzte Drache war besiegt, der letzte Fluch gebrochen, das letzte Raetsel geloest. Sie hatten die Geschichte gewonnen, und jetzt, da die Geschichte zu Ende war, hatte die Welt keinen Grund mehr zu existieren. Elara hatte es schon einmal erlebt — am Ende von Band Zwei, als alles stillgestanden hatte, bis der Autor sich entschied, weiterzuschreiben. Aber diesmal fuehlte es sich anders an. Diesmal fuehlte es sich endgueltig an.
"Vielleicht schreibt er eine Fortsetzung," sagte sie, obwohl sie es selbst nicht glaubte. Corvin schuettelte den Kopf. "Ich habe das Nachwort gelesen. Er sagt, es ist vorbei. Er sagt, unsere Geschichte ist erzaehlt." Er sprach es aus, als waere es ein Todesurteil, und in gewisser Weise war es das auch. Elara sah, wie ein weiteres Stueck Himmel verschwand, und fasste einen Entschluss. "Dann