Einleitung des Herausgebers.
»Eine Mitteilung andrer Art gab der Freund am nächsten Abend, 31. August oder 1. September 1822. wo er das Manuskript seiner neuesten Novelle: ›Die musikalischen Freuden und Leiden‹, vorlas.«Nach dieser Bemerkung Karl Försters in seinem Tagebuch»Biographische und litterarische Skizzen«, S. 285. ist Tiecks fünfte Novelle:»Musikalische Leiden und Freuden«, kurz nach der»Verlobung«, spätestens Ende August des Jahres 1822 vollendet worden. Sie erschien aber erst im Spätjahr 1823 in den»Rheinblüten«. Dritter Jahrgang, Taschenbuch auf das Jahr 1824 (nicht 1834, wie bei Köpke, oder 1823, wie bei Minor verdruckt ist; auf 1823 erschien überhaupt kein Jahrgang), Karlsruhe, Braun. Der erste Einzeldruck bildet den vierten Band der»Novellen«(nicht den fünften, weil der»Geheimnisvolle«in dieser Sammlung fehlte) und ist 1824 Dresden, Arnoldische Buchhandlung. erschienen; Originalneudrucke kamen 1844 im 17. Bande der»Schriften«und 1852 im 1. Bande der»Gesammelten Novellen«heraus. Wie Tieck in seiner ältesten Novelle ehrliche und unehrliche Bestrebungen im Gebiet der bildenden Kunst, in der zweiten (dem»Geheimnisvollen«) Verlogenheit und Wahrhaftigkeit im politischen und gesellschaftlichen Treiben, in der vierten (der»Verlobung«) pietistische Heuchelei und echte, menschliche Frömmigkeit in scharfer Beleuchtung gegeneinander gehalten hatte, so machte er Natur und Unnatur, ehrliche Begeisterung