Chapter

Mr. Wombwell

Es war eines Tages im Hochsommer, als ganz unerwartet das merkwürdigste Fuhrwerk beim Wirtshaus in Kelby vorfuhr, ein funkelnagelneues, rotes Gig mit ganz widersinnig großen Rädern. Die Speichen, die ganz dünn waren, maßen über drei Ellen von der Nabe bis zur Felge. Zwischen den roten Deichselstangen ging ein langbeiniges Pferd von auffallender, fremdländischer Rasse, mit kurzgeschorenem Fell und dicken Adern an den Flanken. Oben auf dem schwindelnd hohen Wagenstuhl saßen zwei Personen, ein feiner, alter Mann, der trotz des Sommertages einen dicken Mantel trug, und eine junge Frau. Sie schien vornehmen Standes zu sein und hatte einen Schleier vor dem Gesicht, aus dem ein Paar verteufelte Augen blitzten. Großer Gott, sie konnte einem den Kopf verdrehen, wenn sie einen nur ansah! Der Herr war weder ein Wegebauinspektor noch ein Handelsreisender, der das Land unsicher machte; er war auch kein Gutsherr, es waren wildfremde Leute. Bald zeigte es sich dann auch, daß sie nicht Dänisch sprachen. Die Wirtin, Frau Björn, sandte unverzüglich nach der Lehrerin, die im Hause des Kaufmannes wohnte und ihr Examen gemacht hatte, sie möchte doch herüberkommen und übersetzen, was die beiden Ausländer sagten. Als sie kam, saßen die Fremden in der Wohnstube, mit einer Karte vor sich auf dem Tisch. Die Lehrerin führte nur ein kurzes Gespräch mit ihnen. Die Fremden baten um etwas zu essen, und

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