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Kindheit und frühe Jahre (1756-1777)

»Das Herz adelt den Menschen!« Wolfgang Amade Mozart ist am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren. Sein Vater Leopold stammte aus einer bürgerlichen Familie der damaligen freien Reichsstadt Augsburg und war in die Fürsterzbischöfliche Residenz Salzburg gekommen, weil dort eine gute Universität war, denn er wollte die Rechte studiren. Wie er sich aber schon während dieses Studiums durch Musikunterricht zu erhalten hatte, so mußte er bald ganz in fremde Dienste treten: er ward Kammerdiener eines Domherrn Graf Thurn und später zuerst Hofmusikus, dann Capellmeister des Erzbischofs. Im Jahre 1747 hatte er die Pflegetochter eines nahen geistlichen Stifts geheirathet; beide galten ihrerzeit für das schönste Ehepaar in Salzburg. Von sieben Kindern blieben ihnen zwei, Maria Anna genannt Nannerl und unser Wolfgang, der meist Woferl genannt ward. Die Schwester war etwa fünf Jahre älter und beide zeigten von Kindheit an ganz außerordentlichen Musiksinn. Ein alter Hausfreund erzählt, sobald Mozart mit Musik sich abzugeben begonnen, seien alle seine Sinne für alle übrigen Geschäfte so gut wie todt gewesen. Ja selbst die Kindereien und Spiele mußten, wenn sie für ihn interessant sein sollten, mit Musik begleitet sein: »wenn wir Spielzeuge von einem Zimmer ins andere trugen, mußte allemal der von uns, so leer ging, einen Marsch dazu singen oder blasen.« »Ich ward ihm daher,« heißt es weiter,

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