Erstes Kapitel
Tut mir ja sehr leid, mein Herr, aber vor morgen früh läßt sich unmöglich etwas für Sie tun.« »Wenn nun aber in der Nacht ein Feuer ausbricht, oder wenn ein Erdbeben stattfindet, was doch auch vorkommen kann, wie komme ich dann aus meinem Zimmer hinaus?« »Der Herr belieben wohl zu scherzen, derartiger Katastrophen wegen braucht man sich doch wahrlich nicht zu ängstigen. Und ich muß vielmals um Entschuldigung bitten, das Hotel ist voll, und ich werde überall gebraucht.« »Machen Sie, daß Sie fortkommen. Muß ich also wirklich bis morgen hier eingesperrt bleiben?« »O, durchaus nicht. Es ist bereits zwölf vorbei, und heute noch wird der Herr aus seiner unfreiwilligen Gefangenschaft befreit werden. Um acht, spätestens ein halb neun, können wir einen Schlosser holen lassen, und der wird die Tür schon öffnen. Es war des Herrn eigene Schuld –, ich bitte tausendmal um Entschuldigung, daß ich mir die Freiheit nehme, das zu sagen –, es war des Herrn eigene Schuld, daß der Schlüssel abbrach. Und obendrein hat der Herr noch, um sich bemerkbar zu machen, so heftig gegen den Knopf der elektrischen Leitung gedrückt, daß diese jetzt auch nicht mehr funktioniert. Der Herr war eben zu heftig!« »Nein, das war ich nicht. Der Schlüssel brach ab, als ich versuchte, ihn umzudrehen. Sie wollen mir also nicht helfen?« »Der Herr weiß recht gut, daß ich das leider nicht kann. Ich bin darüber ganz trostlos,